Dass unsere T18 ein schönes Aussehen hat und je nach Epoche über unterschiedliche Laternen, Förderpumpen, Kabelführungen, Führerstandsdächer und Kohlenkästen verfügt, können Sie den Fotos sicher entnehmen. Was man auf den Fotos vielleicht nicht sofort erkennt, ist der Zylinderdampf, ein neues Feature bei den ESU-Dampflokomotiven. Dies trat beim Prototypen beim Ausblasen von Kondensat auf. Da auch beim Original nicht in jeder Fahrsituation Zylinderdampf entweicht, verhält sich unser H0-Modell entsprechend. Selbstverständlich können Sie diese Funktion nach Ihren Wünschen einstellen, wie Sie es von ESU gewohnt sind. Der auf dem Foto sichtbare Rauch musste übrigens nicht mit einem Bildbearbeitungsprogramm nachbearbeitet werden. Obwohl einige Maschinen der DB mit einer Wendezugsteuerung ausgestattet waren, fuhren die meisten Lokomotiven immer vor dem Zug, so dass ein Umsetzen der Lokomotive am Zielbahnhof notwendig war. Deshalb liefern wir unsere Modelle mit digital fernsteuerbaren Kupplungen. Diese funktionieren mit der ESU Universalkupplung 41000, aber auch mit der Märklin® Kurzkupplung und mit handelsüblichen Bügelkupplungen. Wie von anderen ESU-Triebfahrzeugen bekannt, sind viele vorbildgerechte Lichtfunktionen zuschaltbar. So manövriert man meist mit nur einem Scheinwerfer an jedem Ende. Bei Dunkelheit unterstützen die Fahrgestell- und Führerstandsbeleuchtung das H0-Personal bei seiner Arbeit. Tief im Metallrahmen arbeitet der leistungsstarke Glockenankermotor mit Schwungmasse und sorgt, gezähmt durch den LokSound 5 Decoder, für ruhige Fahreigenschaften und vorbildgerechte Traktion. Durch Abnehmen bzw. Aufstecken des Schiebers und Betätigen eines Schalters am Boden der Lok kann zwischen Zweileiter- und Mittelleiterbetrieb umgeschaltet werden.
Modell |
Fahrgestell, Rahmen, Wassertanks und Rauchkammer sind aus Metall |
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Einzeln montierte Detailteile aus Messing oder Kunststoff |
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Universelle Elektronik für den Einsatz auf Gleich- und Wechselstromgleisen: Durch Entfernen des Wechselstromabnehmers und Ersetzen durch einen Kippschalter kann die Lokomotive auf Drei- und Zweileitergleisen eingesetzt werden |
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Glockenankermotor mit Schwungmasse |
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Zwei Anti-Rutsch-Reifen |
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Angetrieben durch ESU LokSound 5 Decoder für DCC-, Motorola®-, M4- und Selectrix®-Betrieb |
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Automatische RailComPlus®-Erkennung mit geeigneten Steuergeräten. |
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Automatische Anmeldung an Märklin®-Zentralen mittels mfx® |
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„PowerPack“ Speicherkondensator für unterbrechungsfreie Stromversorgung |
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Lastabhängige, lüfter- und schachtgesteuerte Rauchanlage mit Doppelabzug und Temperaturregelung. Rauchabzug über den Schornstein und zusätzlich über die Zylinder (einzeln steuerbar).
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Fahrtrichtungsanzeiger weiß/rot, Führerstandsbeleuchtung, passende Beleuchtung im Rangierbetrieb, Feuerbüchsenbeleuchtung mit warmweißen LEDs |
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Doppelte Sugar Cube-Lautsprecher mit großer Soundbox für bestmöglichen Klang |
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Automatisch gesteuerte Kupplungen im Normschacht nach NEM 362 |
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Funktionierende Schienenbeleuchtung |
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Federpuffer |
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Metallräder und gegossene Seitenstangen |
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Mindestradius 360 mm |
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Länge über Puffer 170,1 mm
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Zur Lokomotive:
Die von der Stettiner Lokfabrik Vulcan entwickelte T18 basierte auf einer Anfrage verschiedener preußischer Eisenbahndirektoren nach einer Tenderlokomotive, die sowohl vorwärts als auch rückwärts mindestens 90 km/h erreichen konnte. Die zwischen 1912 und 1927 in 462 Exemplaren von verschiedenen Herstellern gebaute T18 gilt als die erfolgreichste Tenderlokomotive für Personenzüge der Länderbahn und wurde bis 1972 von der Deutschen Reichsbahn DR und sogar bis 1974 von der Deutschen Bundesbahn DB eingesetzt. Das symmetrische Fahrgestell ermöglichte in beiden Richtungen gleich gute Fahreigenschaften und die weitgehend von der G8 übernommene Tenderlok hatte ihre Eignung bereits zum Produktionsstart der T18 unter Beweis gestellt. Mit einer Leistung von 1.140 PS und einer Höchstgeschwindigkeit von 90 km/h, die ab der elften ausgelieferten Maschine auf 100 km/h gesteigert wurde, wurden die Lokomotiven auch zum Ziehen leichter Schnellzüge eingesetzt. Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg nahm die Deutsche Bundesbahn die Versuche mit Wendezügen wieder auf, um die Wendezeiten der Nahverkehrszüge zu verkürzen. Zu diesem Zweck wurde ein Teil der noch 424 Lokomotiven der DB mit einer indirekten Wendezugsteuerung der Firma Hagenuk ausgerüstet. Beim Schieben des Zuges saß der Lokführer im Steuerstand und gab die Fahrbefehle über das Steuergerät an den Heizer auf der Lokomotive weiter, der den Regler bediente. Sobald der Fahrer die Bremse betätigte, wurde der Regler automatisch durch Druckluft aus dem Steuerstand geschlossen. Später wurde die Wendezugsteuerung bei den meisten 78.0-5 entfernt und die Lokomotiven wurden wieder für den leichten Personen- und Güterverkehr eingesetzt. Anfang der 1970er Jahre führte die DB ihre Preußen in Baden-Württemberg zusammen. Nach dem Zweiten Weltkrieg verfügte die Deutsche Reichsbahn der DDR über 53 Lokomotiven der Baureihe 78. Um die Sicht des Lokführers zu verbessern, wurden einige Maschinen des Bahnbetriebswerks Stralsund mit kleinen Windleitblechen ausgestattet.