Märklin 37983 - Dampflokomotive - 2-8-4 Berkshire - Southern Pacific - MFX+ & Sound
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Produktbeschreibung
Märklin 37983 - Dampflokomotive - 2-8-4 Berkshire - Southern Pacific - MFX+ & Sound
Die außergewöhnliche „Coffin-Berkshire“ Dampflokomotive mit der Achsfolge 2-8-4 „Berkshire“ der Southern Pacific. Farbgebung tiefschwarz. Betriebsnummer 3505. Betriebszustand zwischen 1945 und 1950. Eine der 25 Lokomotiven, die mit dem auffälligen Coffin-Vorwärmer gebaut wurden.
Zustand: 100% Neu
Märklin Beschreibung:
- Vollständig neu entwickeltes Modell.
- Sehr fein detailliertes Metallmodell.
- Mit vielen separat montierten Detailelementen.
- Serienmäßig mit Raucherzeuger mit geschwindigkeitsabhängiger dynamischer Rauchausstoß.
- Die Beleuchtung im Führerstand kann digital gesteuert werden.
- Mit Figuren eines Lokführers und eines Heizers, die im Führerstand sitzen.
- Mit mfx+ Decoder und umfangreichen Licht- und Soundfunktionen.
- Mit Pufferkondensator zur Überbrückung kurzer stromloser Gleisabschnitte.
Modell: Mit Digital-Decoder mfx+ und umfangreichen Licht- und Soundfunktionen.
Geregelter Hochleistungsantrieb mit Schwungmasse im Kessel. Vier angetriebene Achsen, drei davon über Kuppelstangen. Mit Haftreifen. Lokomotive und Tender sind weitgehend aus Metall gefertigt. Serienmäßig mit Raucheinsatz mit geschwindigkeitsabhängigem, dynamischem Rauchausstoß, digital schaltbar. Fahrtrichtungsabhängig wechselndes Einzellicht an Lok und Tender. Diese Beleuchtung brennt konventionell und ist digital schaltbar. Führerstandbeleuchtung, beleuchtete Zugnummer und flackerndes Feuer in der Feuerbüchse, alles separat digital schaltbar. Beleuchtung mit warmweißen und roten Leuchtdioden (LED). Mit Pufferkondensator. Zwischen Lok und Tender liegt eine verstellbare, mitfedernde Kurzkupplung. Hinter dem Tender ist eine mitfedernde Kurzkupplung in einem NEM-Schacht montiert. Mit sitzenden Figuren eines Lokführers und eines Heizers. Leitungen zur Anbringung unter dem Führerhaus als separat anzubringende Teile liegen bei.
Länge ca. 31,3 cm.
Passende Güterwagen der Southern Pacific finden Sie im Märklin H0-Sortiment unter den Artikelnummern 45667 und 45707 und im Trix H0-Sortiment unter der Artikelnummer 24915 mit Informationen zu den benötigten Radsätzen. Die Gleichstrom-Ausführung dieses Modells finden Sie im Trix H0-Sortiment unter der Artikelnummer 25983.
Über die Lokomotive - für den Liebhaber
Wir blicken zurück in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts. Die Eisenbahnen verändern mit atemberaubender Geschwindigkeit das Verkehrssystem der Vereinigten Staaten von Amerika und tragen maßgeblich dazu bei, die USA zum Land der unbegrenzten Möglichkeiten zu machen. Auch die Entwicklung der Dampflokomotive verläuft in atemberaubendem Tempo. Immer größer, schneller und stärker ist das Motto. Dabei wurden neue Lokomotiven oft nach den Gebieten benannt, in denen sie eingesetzt wurden. Der Bau einer Maschine mit vier angetriebenen Achsen mit einer Vorlauf- und einer Nachlaufachse bedeutete einen Meilenstein im Güterverkehr. Hierdurch erreichte man nicht nur einen besseren Lauf durch Bögen, sondern es konnte auch, im Vergleich zu Lokomotiven ohne Vor- und Nachlaufachse, ein längerer Kessel platziert werden, wobei eine längere Feuerbüchse auch eine größere Leistung ergab. Da die Treibachsen nun vor der Feuerbüchse platziert waren, konnten die Räder größer ausgeführt werden. Hierdurch wurden auch höhere Geschwindigkeiten möglich. Im Jahr 1897 lieferte die amerikanische Firma Baldwin 20 Maschinen dieses Typs nach Japan. Zu Ehren des japanischen Kaisers nannte man dieses Modell "Mikado". Tatsächlich waren diese Lokomotiven zu dieser Zeit die stärksten japanischen Dampflokomotiven. Gleichzeitig begann der Siegeszug dieses Modells in den USA und später auch in vielen anderen Ländern auf der ganzen Welt. Der deutsche Typ 41 ist eines der erfolgreichsten Beispiele. In den USA erreichten die Mikados nach dem Ersten Weltkrieg bereits das Ende ihrer Möglichkeiten. In den goldenen 20er Jahren blühte die Wirtschaft und die großen Eisenbahngesellschaften kämpften um Kunden. Immer mehr Güter mussten immer schneller transportiert werden. Daher entwickelte Lima Locomotive Works im Jahr 1925 die erste "Super-Power-Lokomotive" auf Basis der "Mikado". Mit dieser Bezeichnung wurde auch geworben. Sie besaß eine erheblich vergrößerte Feuerbüchse, die dadurch, im Vergleich zu den Mikados, die Leistung des Kessels deutlich erhöhte. Um innerhalb der Grenze der maximalen Achslast zu bleiben, montierte man anstelle der Nachlaufachse ein zweiachsiges Drehgestell. Der Prototyp wurde auf der Hauptstrecke der Boston & Albany Railroad (B&A) intensiv getestet. Diese Strecke, die quer durch die an der Ostküste liegenden Berkshire Mountains verlief, gehörte einer Tochtergesellschaft der berühmten New York Central Railroad. Hierbei zeigte sich eine deutliche Leistungssteigerung im Vergleich zu zwei älteren Mikados. Die B&A war so beeindruckt von der Lokomotive, dass man sofort 25 Exemplare bestellte. Andere Eisenbahngesellschaften folgten, wobei schnell der Spitzname "Berkshire" in Umlauf kam. Schließlich bevölkerten mehr als 600 Berkshires die Gleise der USA. Die letzten Maschinen wurden erst 1949 gebaut. Die meisten Berkshires wurden nach dem gängigen Lokomotivdesign mit senkrecht zur Rauchkammer montierten Oberflächenvorwärmern gebaut. Dagegen erregten die 25 in den Jahren 1928/29 für die Boston & Maine (B&M) gebauten Maschinen Aufsehen mit ihren ungewöhnlichen "Coffin"-Vorwärmern. Diese waren U-förmig und wurden mit der Vorderseite an die Rauchkammer platziert. Dies führte dazu, dass man, wenn man von vorne auf die Lokomotive blickte, das Gefühl hatte, in ein dunkles Loch zu schauen. Der Name Coffin- (übersetzt Sarg-) Vorwärmer hatte hier übrigens nichts damit zu tun, sondern war der Name des Herstellers. Zehn dieser "Coffin-Berkshires" wurden von der B&M 1945 an die Southern Pacific Railroad (SP) im Westen der USA verkauft. Diese Firma musste eine plötzliche Erhöhung des Verkehrsaufkommens bewältigen. Ganz nach dem Farbschema für Dampflokomotiven der S&P wurden die Rauchkammern und die Coffin-Vorwärmer silberfarben lackiert. Dies bedeutete eine erhebliche Verbesserung des Aussehens. Leider endete der Einsatz bei der S&P innerhalb weniger Jahre und alle Coffins wurden verschrottet. Dennoch kann man heutzutage noch zahlreiche Super Power Berkshires in Museen bewundern. Zwei davon sind sogar betriebsfähig. Lok 765 der ehemaligen Nickel-Plate-Road und Lok 1225, die LIMA 1941 für die Pere Marquette Railroad baute, zeugen viele Jahre später unter Dampf noch immer von einem der wichtigsten Kapitel aus der Geschichte der Eisenbahnen in den USA.
Land
Verenigde Staten
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